BIMEDICAL-Icon 28.11.2013:
Vitamin-D-Mangel ohne Ende

Jahre vor dem jetzigen Starrummel um Vitamin D haben wir unsere Patienten auf die unglaubliche Bedeutung dieses Vitamins, das eigentlich ein Hormon ist, hingewiesen. Entgegen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) raten wir unseren Patienten je nach Laborergebnis zu einer Substitution von ca. 3-5000IE täglich (immer zu einer fetthaltigen Mahlzeit).

Diesem Rat sind ein Großteil unserer Patienten erfreulicherweise gefolgt. Und so mancher kam in diesem Jahr hinsichtlich des Vitamin-D-Spiegels siegesbewußt aus dem sonnigen Sommerurlaub zurück, hatte wegen der vielen Sonne und des UV-B-Lichtes kein Vitamin ergänzt und erwartete natürlich gute Blutspiegel. Um so überraschter waren dann die meisten, als die Laborkontroll-Ergebnisse eher schwach ausfielen und die Vitamin-D-Spiegel als Winterdepot viel zu niedrig waren.

Über 90% unseres Vitamin D wird durch das UV-B-Licht der Sonne gebildet. Das gibt es in unseren Breitengraden nur an wenigen Monaten und nur um die Mittagszeit. Da arbeiten oder lernen wir und sehen die Sonne nur durch die Scheibe. Und haben wir dann endlich Urlaub und Sommersonne, dann schützen wir uns gegen das UV-Licht mit Sonnenschutzmitteln!
Also ist es keine Überraschung, daß wenige Sonnentage im Jahr nicht ausreichen, um uns mit Vitamin D zu versorgen.

Was lernen wir daraus? Wir sollten uns ganzjährig mit Vitamin D versorgen, im Sommer niedriger und im Winter höher dosiert mit ca. 3-5000IE.
Durch die Stimulation unseres Immunsystems schützt das möglicherweise mehr vor grippalen Infekten oder der Influenza, als irgendwelche Impfungen!