BIMEDICAL-Icon Die unglaubliche Wirkung des Vitamin D

Auch wenn man vielen Pressemeldungen zu Recht skeptisch begegnen sollte, den aktuellen Veröffentlichungen zum Thema Vitamin D dürfen Sie trauen.

Was wir orthomolekularmedizinisch ausgebildeten Ärzte schon länger wissen, das erreicht nun auch die breite Öffentlichkeit – Vitamin D hat wahrlich unglaubliche Bedeutung für unseren Körper.

Sicher ist Ihnen die Wirkung von Vitamin D zur Osteoporoseprophylaxe geläufig. Sollten Sie zur sog. Kriegsgeneration zählen, dann schmecken Sie gewiß noch heute den abscheulichen Geschmack von Lebertran auf der Zunge. Aus Angst vor der Kochenweiche Rachitis mußten damals Legionen von Kindern diese Tortour über sich ergehen lassen. Lebertran ist extrem Vitamin-D-haltig und sorgte damals für einen gesünderen Knochenstoffwechsel. Sie sehen, Vitamin D und seine Bedeutung für unser Skelett ist schon lange bekannt. Erstaunlicherweise mußten erst 5 Jahrzehnte ins Land gehen, bevor man begriff, welch ein Juwel dieses Vitamin, das übrigens in Wahrheit ein Hormon ist, für unseren gesamten Organismus darstellt. Denn das Vitamin D kann unendlich viel mehr. Kein Vitalstoff wurde in seiner Bedeutung bisher so massiv unterschätzt, wie das Hormon „Vitamin“ D.

Ja es stimmt, was Sie gewiß wiederholt gelesen haben, daß das Vitamin D u.a. eine entscheidende Steuerfunktion in unserem Immunsystem innehat. Es mindert Entzündungsreaktionen und aktiviert die Killerfähigkeit unserer weißen Blutkörperchen. Durch eine erhöhte Wachsamkeit des Immunsystems werden drohende Infektionen früher erkannt und im wahrsten Sinne des Wortes im Keim erstickt. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum es im Sommer weniger Infekte gibt als im Winter? Wesentlich weniger Erreger gibt es im Sommer jedenfalls nicht! Ein entscheidender Grund ist ganz sicher die intensivere Sonneneinstrahlung!

Da wir Vitamine oder deren Vorstufen üblicherweise mit der Nahrung aufnehmen, müssen Sie sich jetzt zu Recht fragen, was nun die Sonne mit der Aufnahme des Vitamin D zu tun hat – leider unendlich viel! Und das ist unser Problem, da wir nördlich der Alpen leben und somit zwischen Oktober und März einfach nicht genug UV-B-Licht der Sonne auf unsere Haut bekommen. Denn nur mit dem UV-B-Licht können wir Menschen aus unserem Cholesterin unter Mithilfe von Niere und Leber wirksames Vitamin D synthetisieren. Aber warum brauche ich diesen komplizierten Vorgang, wenn ich doch Vitamin D aus der Nahrung aufnehmen kann? Eine durchaus berechtigte Frage, wo uns doch die Milchindustrie ständig gebetsmühlenartig vorbetet, wie wichtig u.a. das viele Vitamin D in der Milch sei. Da sollte man doch meinen, daß man mit den Milchprodukten Vitamin-D-mäßig aus dem Schneider sei. Sorry, aber hier klaffen einmal mehr Werbeversprechen und Realität weit auseinander! Lächerliche 5% unseres täglichen Vitamin-D-Bedarfs können wir durchschnittlich über die Nahrung decken. Wenn Sie also nicht 20 Liter Milch täglich trinken wollen oder sich täglich locker bekleidet und ohne Sonnenschutz mindestens 30 Minuten in die pralle Mittagssonne legen können (…bei unserem Klima?!), dann werden Sie wohl oder übel täglich eine Extra-Ration Vitamin D zuführen müssen.

Kaum noch Infekte zu erleiden und sehr wahrscheinlich auch vor Vogel-, Schweine- und ähnlichen Grippen geschützt zu sein, dafür lohnt es sich schon Vitamin D zu schlucken.

Aber dieses Hormon kann noch weit mehr in unserem Körper bewirken. So mindert es nachweislich die Gefahr an Krebs zu erkranken! In diversen Studien ließ sich nachweisen, daß besonders Brust-, Prostata- und Darmkrebs bei guter Vitamin-D-Versorgung deutlich seltener vorkommt. Interessanterweise treten genau diese Krebsarten bei hohem Verzehr von Milch- und Milchprodukten nachgewiesenermaßen gehäuft auf!!!

                                                                 Milch und Krebs

Wachstumsfördernde Stoffe in der Milch werden dafür verantwortlich gemacht (…ist kein Wunder, denn Milch ist ein Aufzuchtmittel; Kuhmilch für Kälber, Muttermilch für Säuglinge etc.!!). So groß kann dann die verfügbare Menge an Vitamin D in der Milch nicht sein, denn sonst würden sich diese Effekte gegenseitig aufheben.

Auch wenn noch viele weitere Wirkungen vom Vitamin D in unserem Körper bekannt sind, so sollte aber noch eine ganz besonders hervorgehoben werden – die entspannende Wirkung auf unser Gehirn! Vitamin D bringt „Sonnenlicht“ in unsere Seele. Sicher auch ein Grund, warum die Menschen in sonnenverwöhnten Ländern wie Florida oder Kalifornien wie man so sagt „besser drauf sind“. Vitamin D hilft uns bei der Streßbewältigung, steigert unseren Antrieb und bewahrt uns vor Depression.

Fazit:

Sorgen Sie für einen guten Vitamin-D-Spiegel und es wird Ihnen schon allein deshalb wesentlich besser gehen. Sie werden deutlich weniger Infekte erleiden, vermeiden gar Krebs, steigern Ihre Leistungsfähigkeit, sind konzentrierter in Beruf und Freizeit, sind gelassener und weniger streßanfällig – kurzum, Sie fühlen sich wohl.

Da Sie aber nicht täglich 2kg Hering oder 20L Milch zu sich nehmen können und Sie die Sonne sicher meist auch nur durch die Scheibe sehen, sollten Sie eine Extradosis Vitamin D täglich zu sich nehmen!

Entgegen den antiquierten Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung DGE, die besser jeden Wissens immer noch einen Tagesbedarf von 200 – 400IE für ausreichend erklärt, empfehlen die Gesellschaften für Orthomolekulare Medizin (Orthomolekulare Medizin = die Wissenschaft von der Wirkungsweise und dem Zusammenwirken der Vitalstoffe) täglich 1 – 5000IE je nach persönlichem Bedarf. Und das ist wichtig! Ihren individuellen Bedarf sollten Sie unbedingt für sich per Laboruntersuchung bestimmen zu lassen. Aufgrund der Erkenntnis, daß die meisten Mittel- und Nordeuropäer einen z. T. erheblichen Vitamin-D-Mangel aufweisen, führen wir in unserer Praxis regelmäßig diese Analysen durch und müssen immer wieder zum Erstaunen unserer Patienten größte Defizite feststellen. Und daß die wirklich relevant sind, das erkennt man an der entscheidenden Symptomverbesserung unter der richtigen Vitamin-D-Substitution gemäß den Laborwerten.